Die Kult-Modemarke Bench muss Insolvenz anmelden. Grund dafür seien das schwierige Einzelhandelsgeschäft in Großbritannien sowie Währungs- und Logistikprobleme, teilte der Mutterkonzern in Manchester mit. Bench wurde 1989 gegründet und ist für seine Kapuzen- und Fleecepullis bekannt.

"Durch die Abwertung des britischen Pfundes, den starken Wettbewerb und den rückläufigen Markt in unserem Modebereich haben wir viel Gegenwind erfahren", teilte der Bench-Direktor Barry Knight mit. Zudem gab es im Jahr 2016 größere Logistikprobleme. Auch die deutsche Konzerntochter ist von der Insolvenz betroffen. Zu möglichen Interessenten wollte sich das Label nicht äußern. "Dazu ist es einfach noch zu früh", sagte Unternehmenssprecher Matthew Thomlinson.

Seit 2014 ist die deutsche Beteiligungsgesellschaft Emeram Capital Partners Eigentümer des Unternehmens. Im selben Jahr wurde der ehemalige Hugo-Boss- und Escada-Manager Bruno Sälzer Geschäftsführer des Unternehmens, zudem beteiligt er sich zu 15 Prozent an dem Unternehmen. Sälzer zog sich Anfang diesen Jahres von seinem Posten zurück. Bench ist vor allem in Großbritannien und Deutschland aktiv: In England gibt es 20 Geschäfte mit 176 Mitarbeitern und in Deutschland zwölf mit 170 Beschäftigten.