US-Präsident Donald Trump will dem schwer angeschlagenen chinesischen Telefonunternehmen ZTE helfen. Trump schrieb auf Twitter, er arbeite gemeinsam mit Chinas Präsidenten Xi Jinping an einer Lösung. "Das Handelsministerium wurde angewiesen, das hinzubekommen", hieß es weiter. Vertreter der chinesischen und der US-Regierung bereiten derzeit Verhandlungen in Washington vor.

Zu viele Jobs seien in China verloren worden, schrieb Trump. Allerdings haben auch viele US-amerikanische Unternehmen wie Qualcomm und Intel als Lieferanten von ZTE Interessen an amerikanischer Hilfe für das Unternehmen.

ZTE ist nach Huawei der zweitgrößte chinesische Smartphonehersteller und beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen musste seinen Betrieb einstellen, nachdem das US-Handelsministerium Firmen im April für sieben Jahre verboten hatte, Bauteile oder Software an das Unternehmen zu verkaufen.

Laut dem Handelsministerium hatte ZTE die USA über seine Verbindungen zu Nordkorea und den Iran angelogen. Deswegen sei die Strafmaßnahme geltend gemacht worden. ZTE hatte das als unfair kritisiert, einen Verstoß gegen die Iran-Sanktionen aber eingeräumt. Die Strafe "bedroht nicht nur die Existenz von ZTE, sondern schadet auch den Interessen der Geschäftspartner von ZTE, einschließlich einer großen Anzahl von US-Firmen", teilte das Unternehmen damals mit.

Die USA und China befinden sich derzeit in einem Handelskonflikt. Trump drohte Peking mit Zöllen und anderen Handelsrestriktionen in Höhe von bis zu 150 Milliarden US-Dollar.