BMW hat die Schließung seiner Werke in Großbritannien angekündigt, falls es durch den Brexit zu Unterbrechungen in der Lieferkette kommen sollte. In diesem Fall könne BMW seine Produkte nicht mehr in Großbritannien produzieren, sagte der für Zollfragen zuständige BMW-Manager Stephan Freismuth der Financial Times.

Der deutsche Autohersteller fertigt in Großbritannien den Mini und Rolls-Royce-Fahrzeuge. Ungefähr 90 Prozent der dafür verwendeten Teile kommen vom europäischen Festland.

BMW wolle seine Werke in Großbritannien offen halten und arbeite auch an Notfallplänen, sagte Freismuth weiter. Doch würde jede Unterbrechung bei der Einfuhr von Teilen die Kosten erhöhen und den Fertigungsansatz schädigen. Dieser sehe vor, dass Komponenten genau zu dem Zeitpunkt ans Band geliefert werden, zu dem sie auch verbaut werden, sodass keine teuren Materiallager benötigt werden.

Bereits vor der Brexit-Abstimmung im Juni 2016 hatten der Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös und BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson davor gewarnt, ein Austritt würde die Produktionskosten steigern "und könnte damit Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen haben".