Von der Europäischen Union verhängte Einfuhrzölle schmälern Rendite und Gewinn von Harley Davidson. Der Motorradbauer aus Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin teilte mit, dass der Nettogewinn im vergangenen Quartal auf 242,3 Millionen Dollar gesunken sei – sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz habe um rund drei Prozent abgenommen und betrage nur mehr 1,5 Milliarden Dollar.

Das Traditionsunternehmen erwarte für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatzrendite von nur mehr neun bis zehn Prozent im Stammgeschäft. Vor Beginn des Jahres hatte die Rendite noch 20 Prozent betragen, im vergangenen Quartal war sie auf 16 Prozent gesunken.

Grund für die schwächeren Geschäftszahlen sind nach Angaben des Managements von Harley Davidson die Zölle der EU, mit denen die Union auf die zuvor verhängten Abgaben der USA auf Stahl- und Aluminiumimporte aus Europa reagiert hatte.

In den USA droht dem Motorradhersteller außerdem Streit: Nachdem Harley Davidson angekündigt hatte, die Produktion für den europäischen Markt ins Ausland zu verlegen, um die EU-Zölle zu umgehen, hatte US-Präsident Donald Trump eine Warnung auf Twitter veröffentlicht:

Falls der Konzern tatsächlich seine Produktion verlegen sollte, schrieb Trump, sei das "der Anfang vom Ende" und das Unternehmen würde "besteuert wie niemals zuvor".