Die Eigentümer der Warenhausketten Kaufhof und Karstadt haben eine Absichtserklärung über eine Fusion unterzeichnet. Das kanadische Handelsunternehmen Hudson's Bay (HBC) und der österreichische Karstadt-Eigentümer René Benko einigten sich auf die Eckpunkte des Zusammenschlusses, berichtete die Wirtschaftswoche.

Benkos Firma Signa solle etwas mehr als die Hälfte der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen bekommen und das operative Geschäft verantworten. Der Stammsitz des neuen Unternehmens werde entweder in Köln oder an einem anderen Standort in Nordrhein-Westfalen angesiedelt, zitierte das Magazin Verhandlungskreise. Als relativ sicher gelte, dass der Karstadt-Stammsitz in Essen wegfalle.

Welche Auswirkungen der Zusammenschluss für die Mitarbeiter der beiden Ketten hat, ist dem Bericht zufolge bislang nicht genau geklärt. Die Verwaltung und der Einkauf sollen zusammengelegt und Arbeitsplätze abgebaut werden, berichtete die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die Schließung von Filialen im großen Stil stehe dagegen nicht zur Debatte. Zur Disposition stünden etwa 15 Filialen, die ohnehin nicht gut liefen.

Nach einem Bericht des Wall Street Journal erhält Hudson's Bay im Zuge der Transaktion 1,1 Milliarden Euro von Signa. Signa übernehme Schulden in Höhe von 750 Millionen Euro. HBC lehnte eine Stellungnahme ab, ein Signa-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen.