Jack Ma gibt laut einem Bericht seiner eigenen Zeitung am Montag noch nicht seinen Posten als Chef des Verwaltungsrates ab. Der chinesische Milliardär werde zwar am kommenden Montag einen Plan für die Regelung seiner Nachfolge verkünden, aber weiterhin Verwaltungsratsvorsitzender des Online-Giganten Alibaba bleiben, sagte ein Alibaba-Sprecher der South China Morning Post. Ma ist der der Eigentürmer der Zeitung.

Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass der 53-Jährige am Montag die Spitze von Alibaba verlassen werde, um sich künftig Bildungsprojekten zu widmen. Den bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Unternehmens bezeichnete er demnach "nicht als Ende, sondern als Beginn einer Ära". Ma feiert am Montag seinen 54. Geburtstag.

Die Aussagen in der US-Zeitung seien aus dem Kontext gerissen worden und "faktisch falsch", zitierte die South China Morning Post einen Sprecher von Alibaba. Viele Medien, darunter auch ZEIT ONLINE, hatten den Bericht der New York Times aufgegriffen.

Ma hatte sich schon in den vergangenen Jahren ein Stück weit aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und häufig als Philanthrop in Erscheinung getreten. Er kündigte an, mit großzügigen Spenden seiner Nation etwas zurückgeben zu wollen. Vor allem im Umweltschutz und in der Bildung ist Ma aktiv.