Der britische Fernsehsender Sky geht an den US-Kabelnetzbetreiber Comcast. Bei der Versteigerung bot Comcast 29,6 Milliarden Pfund (umgerechnet etwa 33 Milliarden Euro) für Sky und gewann so den Bietwettkampf gegen das Murdoch-Unternehmen 21st Century Fox. Dies teilte die Übernahmekommission mit. Comcast bot damit 17,28 Pfund je Sky-Aktie, während Fox nur 15,67 Pfund pro Aktie zahlen wollte.

Das vor allem für Livesportübertragungen und Spielfilme bekannte Sky-Programm läuft in 23 Millionen Haushalten Europas, einer der größten Ableger sendet in Deutschland. 

Comcast und Fox hatten seit Ende 2016 um die Wette geboten: Damals hatte Fox als ersten Vorschlag 10,75 Pfund je Aktie bezahlen wollen. Seitdem hatten sich die Konzerne überboten, wollten ihre Gebote aber nicht für endgültig erklären. Die britische Übernahmekommission hatte daraufhin die Versteigerung angeordnet.

Behörden wollten möglichen Murdoch-Einfluss begrenzen

Fox besitzt bereits 39 Prozent an Sky und wollte das Unternehmen schon lange komplett übernehmen. Dagegen stemmten sich zunächst die britischen Aufsichtsbehörden: Sie wollten verhindern, dass die Familie des Medienunternehmers Rupert Murdoch zu viel Einfluss auf die Medienlandschaft erhalten könnte. Bei einem Zuschlag für Fox hätte der Nachrichtensender Sky News ausgegliedert werden müssen.

Im Sommer 2018 hatte Comcast versucht, Fox selbst zu übernehmen, und dafür 66 Milliarden Dollar (knapp 56 Milliarden Euro) geboten. Nach einem Kampf um die Übernahme von Fox mit dem Disney-Konzern zog Comcast sein Angebot aber zurück und erklärte, sich auf Sky in Europa zu konzentrieren. Disney bot damals 71 Milliarden Dollar für Fox und bekam den Zuschlag.