Der Fusion von Karstadt und Kaufhof steht nichts mehr entgegen: Die Banken haben dem Zusammenschluss der beiden Warenhauskonzerne am Mittwochabend zugestimmt, berichtete zuerst die Süddeutsche Zeitung. Insider bestätigten der Nachrichtenagentur Reuters die Information.

Laut der Süddeutschen Zeitung sollen im Zuge der Zusammenlegung bei Kaufhof 5.000 der 20.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Auf die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komme demnach ein Sanierungstarifvertrag mit schlechteren Konditionen zu.

Das kanadische Handelsunternehmen Hudson's Bay (HBC), zu dem Kaufhof gehört, und der österreichische Karstadt-Eigentümer René Benko (Signa-Gruppe) hatten sich Anfang Juli auf eine Fusion unter Karstadt-Führung geeinigt. Die Geldgeber stimmten den konkreten Plänen nun offenbar zu, eine Blockade habe bei den Verhandlungen nicht im Raum gestanden. Bereits Ende August hieß es, eine endgültige Einigung auf die Fusion sei nur noch eine Frage von Wochen. Die Unternehmen kommentierten den Abschluss der Verhandlungen zunächst nicht.

Benkos Holding Signa solle mit knapp 51 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen bekommen und das operative Geschäft mit ihrem Handelsexperten, dem Karstadt-Chef Stephan Fanderl, managen, hatten Insider Reuters bereits gesagt. Auch die Warenhausimmobilien sollen Teil der Übereinkunft sein. Kaufhof-Eigner HBC würden bei dem Deal voraussichtlich knapp eine Milliarde Euro für Benkos Anteil am operativen Geschäft und den Warenhausimmobilien zufließen.