Der Smartphone-Hersteller Apple fürchtet Produktionsengpässe im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Das Unternehmen sei sich nicht sicher, ob es bei der Herstellung der jüngst vorgestellten neuen iPhones, iPads, Computer-Uhren und Mac-Rechner mit der erwarteten Nachfrage mithalten könne, sagte Konzernchef Tim Cook. Der Umsatz in dem Ende Dezember ablaufenden ersten Geschäftsquartal des Geschäftsjahres 2018/2019 könnte demnach unter den Markterwartungen liegen.

Der Konzern rechnet für sein traditionell wichtigstes Quartal mit einem Umsatz von 89 bis 93 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 93 Milliarden Dollar erwartet, unter anderem da Apple mehr teurere Geräte im Angebot hat als vor einem Jahr. Als weitere Gründe für seinen Ausblick führte Konzernchef Cook die gesamtwirtschaftliche Schwäche in Schwellenländern sowie Währungseffekte an. Nach der Ankündigung verbilligte sich die Apple-Aktie um fünf Prozent.

Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal verdiente das kalifornische Unternehmen 14,1 Milliarden Dollar – rund 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg dabei um ein Fünftel auf 62,9 Milliarden Dollar, wie Apple mitteilte.

Apple will keine Absatzzahlen mehr veröffentlichen

Apple verkaufte zwischen Juli und September rund 46,9 Millionen iPhones. Das waren nur gut 200.000 mehr als im Vorjahresquartal. Erst im November des vergangenen Jahres kam das neue iPhone X auf den Markt. Seit September verkauft Apple das Nachfolgemodell XS und die größere und teurere Version XS Max.

Der Konzern kündigte an, künftig keine Absatzzahlen für iPhones, iPads sowie Mac-Computer mehr veröffentlichen zu wollen. Die Verkäufe von Geräten in einem Dreimonatszeitraum seien nicht unbedingt ein Gradmesser für deren Erfolg, sagte Finanzchef Luca Maestri. Der große Rivale Samsung nennt bereits seit einiger Zeit keine Absatzzahlen für seine Handys mehr.