Der Volkswagen-Konzern hat konkrete Ziele zum Ausstieg aus der Verbrennertechnologie angekündigt. "Im Jahr 2026 hat die letzte Plattform, die nicht CO2-neutrales Potenzial hat, die nicht CO2-neutrale Fahrzeuge generieren kann, ihren letzten Produktionsstart", sagte VW-Chefstratege Michael Jost auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel in Wolfsburg. "Faktisch arbeiten unsere Kollegen an der letzten rein verbrennerischen Plattform", sagte Jost weiter.

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens könnten nur dann erreicht werden, wenn im Jahr 2050 kein Auto mehr mit Verbrennungsmotor auf den Straßen fährt, sagte Jost dem Handelsblatt. VW rechne daher damit, die letzten Verbrenner etwa um 2040 zu verkaufen. "Das erste Stoppschild wird dann gesetzt."

Europas größter Autohersteller hatte Mitte November angekündigt, seine Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren auf knapp 44 Milliarden Euro aufzustocken. 30 Milliarden Euro seien für die Elektromobilität bestimmt. Die VW-Werke in Hannover und Emden sollen ab 2022 zu E-Auto-Fabriken werden. Eine zusätzliche Fabrik ist in Osteuropa geplant. In einem Jahr will der Konzern außerdem mit der Produktion eines Elektroautos in Zwickau beginnen. Ab 2021 sollen dort sechs Modelle für drei Marken gebaut werden.