Die Fluggesellschaft Germania benötigt Finanzhilfen. Die Airline prüfe "aktuell mehrere Optionen einer Finanzierung, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern", hieß es in einer Unternehmensmitteilung. Die europäische Luftfahrtbranche habe sich in der jüngsten Vergangenheit "stark verändert". Besonders das vergangene Jahr sei mit großen Herausforderungen verbunden gewesen.

Belastet hätten Germania die "massiven Kerosinpreissteigerungen" während des Sommers bei gleichzeitiger Abwertung des Euros gegenüber dem Dollar, Verzögerungen bei der Einflottung von Fluggerät sowie eine "außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Serviceleistungen". Es gehe nun darum, wie das mittelständische Unternehmen weiterhin in einem Marktumfeld bestehen könne, das von Airlines mit "konzernähnlichen Strukturen" geprägt sei. Dem Luftfahrt-Portal aeroTelegraph zufolge ist auch ein Verkauf der Gesellschaft denkbar.

Trotz der Geldprobleme sollen alle Flüge wie geplant stattfinden. Die Airline mit Sitz in Berlin befördert nach eigenen Angaben jährlich vier Millionen Passagiere und fliegt mehr als 60 Ziele an.