Die Weltbank hat ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft leicht nach unten korrigiert. Von 3,0 auf 2,9 Prozent. "International sind die Handels- und Produktionsaktivitäten weicher geworden, Handelskonflikte bleiben ein großes Thema und in einigen der großen Schwellenländer sind die Finanzmärkte vehement unter Druck", prognostiziert die Weltbank in ihrem in Washington vorgestellten Bericht.

Deutlich werde das Wachstum in den USA zurückgehen: Schon 2020 werde es von 2,9 Prozent im Jahr 2018 auf 1,7 Prozent sinken, heißt es in der Analyse. In China wird sich das Wachstum der Prognose zufolge von 6,5 auf 6,2 Prozent abschwächen. Die USA und China haben sich gegenseitig mit Importzöllen belegt. Derzeit laufen in Peking Verhandlungen zur Lösung des Handelsstreits.

Das Wachstum der Industrieländer werde auf nur noch zwei Prozent im laufenden Jahr sinken, heißt es in der Analyse der Ökonomen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern werde das Wachstum mit 4,2 Prozent ebenfalls langsamer vorangehen. Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa warnte vor einer zu schnellen Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken – diese könnte zu einem Unterdrücken der Kapitalflüsse in Schwellenländer führen.