Der Vorstand des Roboterherstellers Kuka will an seinem Unternehmenssitz in Augsburg fast jede zehnte Stelle streichen. In diesem Jahr sollen dort 350 Vollzeitstellen wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Bislang beschäftigt Kuka in Augsburg etwa 4.000 Mitarbeiter. Weltweit sind mehr als 14.000 Menschen bei dem Technologiekonzern angestellt. Der Roboterproduzent war Anfang 2017 vom südchinesischen Haushaltsgerätehersteller Midea für 4,5 Milliarden Euro übernommen worden.

Vorstandschef Peter Mohnen hatte bereits im Januar angekündigt, Kosten senken zu wollen. Bis 2021 will das Unternehmen demnach 300 Millionen Euro einsparen. Wie viele Stellen konkret gestrichen werden sollten, war damals jedoch nicht bekannt geworden. Im Januar hatte Mohnen mitgeteilt, der Vorstand sehe sich bei dem Jobabbau nicht an die Beschäftigungsgarantie gebunden, die Midea bei der Übernahme abgegeben hatte. Was der Kuka-Vorstand mache, habe nichts mit der Beschäftigungsgarantie von Midea zu tun.

Die Ziele für das vergangene Jahr hatte Kuka mehrfach reduziert, am Ende war der Umsatz um fast sieben Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesunken. Die Auftragseingänge hatten sich um mehr als 8 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro reduziert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte 2018 mit 34,3 Millionen Euro auf ein Drittel des Vorjahreswertes. "Das Ergebnis des vergangenen Jahres ist nicht zufriedenstellend", sagte Mohnen.

Für 2019 rechnet Kuka mit einer leicht steigenden Nachfrage. Wachstum werde vor allem aus Asien und hier insbesondere aus China erwartet. Der Umsatz werde leicht auf rund 3,3 Milliarden Euro steigen.