Der Gewinn der Deutschen Bahn ist 2018 um knapp ein Drittel gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr fiel er um 29,2 Prozent auf 542 Millionen Euro zurück, wie der Konzern auf seiner Bilanzpressekonferenz mitteilte. Der Umsatz stieg hingegen um 3,1 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro.

Grund für den hohen Umsatz ist vor allem der neue Passagierrekord im Fernverkehr. Erstmals fuhren über 150 Millionen Fahrgäste in IC und ICE. Das Plus wurde allerdings mit zahlreichen Sonderangeboten erkauft. Auch die internationale Spedition Schenker lief vergleichsweise gut.

Der geringe Gewinn reicht nicht aus, um die Dividende von 650 Millionen Euro an den Bund zu zahlen. Da dem Konzern allein in diesem Jahr 2,2 Milliarden Euro unter anderem für die Investitionen in höhere Pünktlichkeit fehlen, bereitet die Bahn den Verkauf oder einen Börsengang der internationalen Nahverkehrstochter Arriva vor.

Die Nettofinanzschulden des bundeseigenen Konzerns erhöhten sich zu Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahresende um 926 Millionen Euro auf rund 19,5 Milliarden Euro. Neben den Schulden der Bahn sorgten zuletzt auch Verspätungen für Schlagzeilen. Die Hauptprobleme sind demnach auch fehlende Gleise und eine veraltete Infrastruktur. Die Verhandlungen zwischen dem Konzern und dem Bund über Mittel für Reparaturen und Ausbauarbeiten laufen derzeit.