Der US-Elektroautobauer Tesla hat im ersten Quartal entgegen vorherigen Prognosen deutlich weniger Fahrzeuge ausgeliefert. Wie das Unternehmen mitteilte, seien insgesamt etwa 63.000 Autos ausgeliefert worden. Das ist ein Rückgang von 31 Prozent gegenüber dem Vorquartal und deutlich weniger als von Experten prognostiziert.

Grund für den Absatzrückgang ist laut Tesla die Fokussierung auf internationale Märkte. Dies habe eine längere Lieferzeit zur Folge. Das in der Massenproduktion noch relativ unerfahrene Unternehmen habe demnach Probleme gehabt, den Auslieferungsbeginn des Model 3 nach Europa und China zu stemmen.

Auch die Produktion ging insgesamt zurück: Tesla produzierte im ersten Quartal des Jahres 77.100 Fahrzeuge nach 86.555 Autos im vorangegangen Vierteljahr. Das entspricht einem Rückgang von etwa elf Prozent. Auf das Model 3 entfielen demnach 62.950 Stück. Ausgeliefert wurden insgesamt 50.900 Modelle dieses Fahrzeugtyps. Das entspricht im Quartalsvergleich einem Minus von rund 20 Prozent. Analysten hatten mit 58.900 gerechnet.

Das Model 3 gilt als Hoffnungsträger des Unternehmens. Um auch auf dem Massenmarkt Kunden zu erreichen, bietet der Konzern seit etwa einem Monat eine kostengünstige Version des Autos für 35.000 Dollar an. Zur Finanzierung des niedrigeren Preises müssten allerdings nach Angaben von Tesla unternehmenseigene Verkaufsstellen schließen. Stattdessen schwenke man auf den Onlineverkauf um.

Der niedrigere Absatz und Preisanpassungen könnten das Nettoergebnis des Unternehmens im ersten Quartal belasten, teilte Tesla mit. Konzernchef Elon Musk hatte bereits im Februar angekündigt, im ersten Quartal einen Verlust auszuweisen.