Einzelne Händler sollen sensible Informationen ausgetauscht haben: Wegen der unerlaubten Bildung von Kartellen müssen fünf Großbanken eine Strafe in Höhe von 1,07 Milliarden Euro zahlen. Das entschied die EU-Kommission. Ihr obliegt die Aufsicht über den Wettbewerb in der Europäischen Union.

Betroffen sind die Banken Barclays, RBS, Citigroup, JPMorgan und die japanische MUFG. Die Kommission sieht es als erwiesen an, dass einzelne Händler Informationen und Handelsabsichten über Chats im Internet ausgetauscht haben. So sollen sie Strategien zu Umtauschgeschäften in elf Währungen gemeinsam koordiniert haben. Die Schweizer Großbank UBS habe die illegalen Absprachen gemeldet, deshalb erhalte sie keine Strafe.

Die Tragweite dieses Vergehens erläuterte die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager: "Beim Umtausch von Geld für Auslandsgeschäfte sind Unternehmen und Privatpersonen auf Banken angewiesen. Der Devisenkassamarkt, der weltweit zu den größten Märkten zählt, weist ein Handelsvolumen von mehreren Milliarden Euro pro Tag auf."

Bei der Europawahl am 26. Mai tritt die EU-Kommissarin Vestager als Spitzenkandidatin der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (Alde) an.