In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat der US-amerikanische Fahrdienstanbieter Uber hohe Verluste gemacht: Wie das Unternehmen mitteilte, überstiegen die Kosten den Umsatz des Unternehmens um rund eine Milliarde US-Dollar – und das trotz eines starken Anstiegs des Umsatzes.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres lag der Umsatz von Uber nach Unternehmensangaben bei 3,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 20 Prozent. Der Verlust habe sich im Rahmen der Erwartung bewegt. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern einen Gewinn von 3,8 Milliarden Dollar erzielt. Das war durch den Verkauf von Auslandsbeteiligungen möglich gewesen, der Uber hohe Sondererlöse eingebracht hatte. Das operative Geschäft des Vermittlers von Fahrdiensten ist jedoch weiterhin nicht profitabel.

Die sehr hohen Kosten im vergangenen Quartal seien auch durch die Vorbereitung des Börsengangs entstanden: Seit dem 10. Mai wird Uber an der New York Stock Exchange gehandelt. Mit einer Gesamtbewertung von etwa 82 Milliarden Dollar war es der größte Börsengang seit dem des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba im Jahr 2014. Unmittelbar nach dem Börsengang war der Wert der Uber-Aktien allerdings bereits um rund sieben Prozent gesunken. 

Der Konzern Uber ist Marktführer für sogenanntes Ride Sharing: Über eine App können Kundinnen und Kunden einen Fahrdienst buchen und bezahlen. Größter Konkurrent ist das ebenfalls börsennotierte US-amerikanische Unternehmen Lyft. Beide Anbieter können mit ihrem Geschäftsmodell bislang keinen Gewinn machen. Neben der Fahrdienstvermittlung bietet Uber unter anderem Services für Essenslieferungen und Frachtvermittlung wie auch Mietfahrräder an.

Die Idee der Geschäftsführung sei es, Uber zu einer Plattform für alle Arten von Mobilität zu machen, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi bei einer Telefonkonferenz zum ersten Quartal. Und er kündigte an: Das laufende Jahr werde ein "Jahr der Investitionen". 

Dem Unternehmen Uber wird immer wieder vorgeworfen, sich nicht an Arbeitsstandards zu halten und arbeitsrechtliche Vorschriften zu umgehen. Auch in Deutschland protestieren Taxiunternehmen gegen die Konkurrenz, weil Uber nicht den gleichen Regeln unterliegt.