Der Autobauer Ford hat den Abbau von 12.000 Arbeitsplätzen in Europa angekündigt. Davon sollen 5.400 Stellen in Deutschland gestrichen werden.

Hintergrund des Abbaus ist die geplante Schließung von sechs Produktionswerkstätten in Russland, Frankreich, und Großbritannien. Die Werke in Köln und Saarlouis sollen zwar nicht geschlossen werden, Ford will aber das Personal reduzieren. 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland haben schon das Unternehmen verlassen.

Der Europachef von Ford, Stuart Rowley, beschreibt die Kündigungen und Werkschließungen als "die härteste Entscheidung". Zugleich verwies er auf "gute Gespräche" mit der Arbeitnehmerseite, um die Folgen der Jobkürzung für die Betroffenen zu mildern. So wolle der Konzern "freiwillige Abfindungsprogramme" anbieten. 

Ford will wieder Gewinn machen

Die Restrukturierung diene dem "Aufbau einer langfristigen nachhaltigen Zukunft" für das Europageschäft. Die Gewinne des Unternehmens sanken in den vergangenen Jahren. 2018 lag der Marktanteil des US-Konzerns bei 6,4 Prozent. 2004 war er noch bei rund 11 Prozent. 

Den Plänen zufolge wird Großbritannien künftig Standort für das Nutzfahrzeuggeschäft, Köln bleibt Zentrum für das europäische Pkw-Geschäft. Des Weiteren will Ford den Bereich Elektrofahrzeuge stärken. Ende 2020 sollen erste E-Autos auf den europäischen Markt kommen.