Die Deutsche Post DHL will ihr Zustellsystem für Pakete verbessern. Das sagte Frank Appel, Vorstandschef des Gesamtkonzerns, der Rheinischen Post und dem Bonner General-Anzeiger. Demnach sollen Kundinnen und Kunden künftig zeitgenau über die Zustellung informiert werden. "Unsere Kunden sollen zuerst per E-Mail eine ungefähre Zeit erhalten, zu der der Zusteller kommt. Und zum Beispiel 15 Minuten vor Ankunft gibt es dann eine erneute Mail mit der genauen Zeit, die wir anhand der per GPS erfassten Position des Lieferwagens berechnen", sagte Appel.

Das System soll zunächst in einigen Regionen getestet werden. "Und im Laufe des Jahres 2020 soll es diese Just-in-time-Pakete bundesweit geben", kündigte Appel an.

DHL und andere Zusteller stehen seit geraumer Zeit wegen der Verlässlichkeit der Zustellung in der Kritik. Ein großes Problem sei, dass häufig viele tausend Sendungen zwischengelagert würden und dann tagelang liegenblieben, sagte Appel dazu. Inzwischen habe die Post aber gegengesteuert. "Auch bei einem Eingang von extrem vielen Sendungen darf nichts zwischengelagert werden", sagte Appel. So sei "praktisch ausgeschlossen", dass Kunden länger als nötig auf eine Ware oder einen Brief warten.