Die US-Modekette Forever 21 hat Insolvenz angemeldet und Gläubigerschutz beantragt. Das in Los Angeles ansässige Unternehmen kündigte an, bis zu 178 Läden in den USA zu schließen, internationale Standorte in Europa und Asien würden ebenfalls aufgegeben. Forever 21 betrieb laut den Insolvenzdokumenten mehr als 800 Geschäfte in 57 Ländern, mehr als 500 allein in den USA.

Forever 21 wurde 1984 gegründet und war, wie andere Fast-Fashion-Ketten wie H&M und Zara, seit Mitte der Neunzigerjahre vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt. Seit dem vergangenen Jahr gibt es jedoch einen Gegentrend. Das Interesse an umweltfreundlicher Ware sowie Leihplattformen und Second-Hand-Websites wächst.

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Coresight Research schließen immer mehr börsennotierte Einzelhändler ihre Filialen. Für das laufende Jahr hätten die Unternehmen angekündigt, rund 8.600 Filialen zu schließen und etwa 3.500 eröffnen zu wollen. Im Vorjahr schlossen rund 5.800 Geschäfte, rund 3.260 eröffneten neu. Coresight-Schätzungen zufolge könnten bis zum Jahresende 12.000 Läden den Betrieb einstellen.