Die US-Fluggesellschaft American Airlines hat die Wiederaufnahme von Flügen mit der Boeing 737 Max erneut verschoben. Die Fluglinie rechnet nun damit, den Mittelstreckenjet frühestens ab dem 5. März wiedereinsetzen zu können. Das teilte das Unternehmen in Washington mit. Eigentlich wollte die Airline die Maschinen ab dem 16. Januar wieder einsetzen. Nun wird der Flugzeugtyp aber für weitere anderthalb Monate aus dem Flugplan gestrichen. Die Frist wurde damit zum wiederholten Mal verlängert.

Nach zwei Abstürzen in Folge waren die 737 Max mit einem weltweiten Startverbot belegt worden. Im Oktober 2018 starben vor der indonesischen Küste 189 Menschen, in Äthiopien stürzte im März eine Maschine mit 157 Menschen an Bord ab. Anschließend wurde Boeings neuester Flugzeugtyp aus dem Verkehr gezogen. Noch im Sommer hoffte der Flugzeugbauer auf eine Wiederzulassung bis zum Herbst, doch nach einem Softwareupdate fehlte noch die Freigabe durch die US-Flugaufsichtsbehörde FAA. Softwareprobleme gelten als eine entscheidende Ursache der beiden Abstürze. Den betroffenen Airlines machen die Startverbote schwer zu schaffen, zahlreiche Flüge fallen seither aus.

American Airlines hatte die Wiederaufnahme von Flügen mit dem Maschinentyp bereits mehrfach verschoben. Die beiden anderen großen US-Fluggesellschaften mit 737-Max-Maschinen in ihren Flotten, Southwest und United Airlines, planten zuletzt bis zum 5. Januar beziehungsweise zum 19. Dezember nicht mit den Jets.

Dem Flugzeugbauer Boeing hatte das anhaltende Flugverbot für den Mittelstreckenjet im Herbst einen herben Gewinneinbruch verursacht. Unterm Strich verdiente der Hersteller mit umgerechnet etwa 1,1 Milliarden Euro im dritten Quartal nur knapp halb so viel wie ein Jahr zuvor. Der Umsatz sackte wegen der gestoppten Auslieferung des zuvor populärsten Flugzeugtyps um 21 Prozent auf fast 18 Milliarden Euro ab.