Nach der geplatzten Schlichtung zwischen der Gewerkschaft Ufo und der Lufthansa haben die Flugbegleiter dem Konzern ein siebentägiges Ultimatum gesetzt. Bis zum Donnerstag der kommenden Woche würde die Gewerkschaft "keine Streiks verkünden oder durchführen", sagte der Ufo-Vizevorsitzende Daniel Flohr. Sollten diese sieben Tage jedoch ergebnislos verstreichen, werde die Gewerkschaft am Donnerstag um zehn Uhr verkünden, wo, wie lange und bei welcher Airline gestreikt werde, fügte Nicoley Baublies, Beauftragter des Ufo-Vorstands, hinzu.

Die Lufthansa zeigte sich gesprächsbereit. Der Konzern begrüße die Möglichkeit, innerhalb der von der Ufo gesetzten Frist "wieder zu Lösungen kommen zu können", hieß es.

Eigentlich hatten die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft nach monatelanger rechtlicher Auseinandersetzung vergangene Woche eine Schlichtung vereinbart. Bei den deutschen Töchtern Eurowings oder SunExpress sollten parallel Tarifverhandlungen aufgenommen werden.

Doch dazu kam es nicht. Denn die Lufthansa hatte von der Ufo und den anderen Konzerntöchtern verlangt, nicht weiter zu streiken. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, man könne nicht "gleichzeitig streiken und schlichten". Deshalb habe die Fluggesellschaft ihre Zustimmung zu einer Schlichtung zurückgezogen. Nach der Ankündigung der Ufo signalisierte die Lufthansa nun, wieder an einer Schlichtung interessiert zu sein.