Die frühere CDU-Politikerin Hildegard Müller ist neue Chefin des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Der Vorstand habe die ehemalige Staatsministerin im Kanzleramt einstimmig gewählt, teilte der Verband mit. Demnach wird Müller ihr Amt Anfang Februar kommenden Jahres antreten, sie folgt auf VDA-Chef Bernhard Mattes, der sein Amt zum Jahresende aufgibt.

"Wir freuen uns, mit Hildegard Müller eine erfahrene Managerin als VDA-Präsidentin gewonnen zu haben", sagten die Vizepräsidenten Ola Källenius, Vorstandschef der Daimler AG, und Arndt Kirchhoff, Chef der Kirchhoff Automotive Holding. "Wir sind der festen Überzeugung, dass Hildegard Müller die Aufgabe meistern wird, den VDA in einem sich schnell wandelnden Umfeld in die Zukunft zu führen."

Die 52 Jahre alte Müller war bis Oktober Netzchefin des Energiekonzerns Innogy. Von 1998 bis 2002 führte sie die Junge Union. 2005 wurde sie Staatsministerin im Bundeskanzleramt, wo sie unter anderem für die Bund-Länder-Beziehungen zuständig war.

Für den Posten waren auch der scheidende EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) sowie der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Gespräch. Dieser hatte jedoch vor gut drei Wochen schon abgesagt. Kurz darauf nahm Gabriel einen Job bei einem US-Beratungsunternehmen an.