Der Autohersteller Daimler rechnet wegen des Abgasskandals mit weiteren 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten. Es gehe um "voraussichtliche zusätzliche Aufwendungen für laufende behördliche und gerichtliche Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz' Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen und Märkten", hieß es in der Mitteilung. Daimler hatte im vergangenen Jahr schon insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro dafür zurückgestellt.

Wegen dieser Rückstellungen, der hohen Investitionen in Elektromobilität und Produktionsproblemen hatte der Konzern bereits mit einem deutlichen Gewinnrückgang gerechnet. Dies bestätigte sich jetzt durch vorläufige Zahlen. Demnach halbierte sich der Gewinn im vergangenen Jahr. Das operative Ergebnis liegt demnach bei 5,6 Milliarden Euro – nach 11,1 Milliarden Euro im Jahr davor.

Die zusätzlichen Aufwendungen wegen des Abgasskandals sind laut Konzernangaben darin noch nicht enthalten und betreffen vor allem die Geschäftsfelder Cars und Vans. Die Vans liegen schon ohne die Zusatzkosten für 2019 mit dem operativen Ergebnis im Minus.

Die komplette Bilanz will Daimler am 11. Februar vorlegen.