Nach dem Dammbruch mit zahlreichen Toten in Brasilien im Januar 2019 gibt es Anklagen gegen die brasilianische Bergbaufirma, die deutsche Prüfgesellschaft TÜV Süd sowie 16 Einzelpersonen. Die Staatsanwaltschaft kündigte die Klagen auf Twitter an. Das Wall Street Journal berichtete, einzelne Personen würden unter anderem wegen Tötungsdelikten angeklagt. 

Der TÜV hatte dem Staudamm des Betreibers Vale an einem Rückhaltebecken für Minenabraum im Herbst 2018 ausreichende Stabilität attestiert – trotz mehrerer Wartungsempfehlungen. Ende Januar 2019 brach aber der Damm, eine Schlammlawine begrub 270 Menschen unter sich. Es handelte sich um eines der schwersten Unglücke in der Geschichte des Landes.  

TÜV Süd hatte damals eine Mitschuld seiner Prüfingenieure zurückgewiesen.