Zwar schwinde immer noch alljährlich im Winter das Ozon über dem Nord- beziehungsweise Südpol, doch hätten sich die Verluste seit 1997 durchschnittlich etwas verringert, schreiben Joachim Urban von der Chalmers-Universität in Göteborg. Sie hatten Satellitendaten verschiedener Missionen seit 1979 ausgewertet. Während zwischen 1979 und 1997 mehr als ein Zehntel der weltweit vorhandenen Ozonmenge durch Chemikalien wie die FCKW zerstört worden war, nahm der globale Gehalt seitdem wieder um rund ein Prozent zu. Ausgeprägt bleibt der Schwund jedoch über den Polen, wo die günstigsten Bedingungen für den Abbau herrschen: Über der Antarktis entsteht weiterhin das so genannte Ozonloch.

Die Atmosphärenforscher bezeichnen dieses Trend zwar noch nicht als statistisch gesichert, doch hoffen sie, dass weitere Daten bald ein besseres Bild der Situation zeichnen. Zugleich stellten sie erstmals per Satellit fest, dass die Konzentration an Brommonoxid in der Stratosphäre seit 2002 rückläufig ist – die Verbindung ist ein sehr wirksamer Katalysator und unterstützt die Zerstörung von Ozon.

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