Medikamente sollen Kranke heilen. Doch dass auch Gesunde hier und da zu chemischen Mittelchen greifen, ist heutzutage nicht ungewöhnlich. Manche Studenten nehmen Beruhigungsmittel oder Wachmacher, um Prüfungen besser zu bestehen. Gestresste Berufstätige bekämpfen ihre Schlafstörungen mit Tabletten, anstatt weniger zu arbeiten und nach mehr Entspannung zu suchen. Anderen reicht ein Kaffee zum Frühstück oder ein Gläschen Wein am Abend zum Runterkommen.

Wo verläuft die Grenze zwischen Arzneimittelmissbrauch und sinnvoller Medikation? Ab wann wird aus kleinen Tricks zur Leistungssteigerung moralisch verwerfliches Hirndoping? Und sollte es erlaubt werden, die Leistung des Gehirns chemisch anzukurbeln oder das Gemüt ein wenig aufzuhellen, nur weil viele Menschen es schon tun?

Sieben Juristen, Philosophen und Mediziner haben sich diese und andere Fragen gestellt und in einem ausführlichen Memorandum zum Thema "Chancen und Risiken des Neuro-Enhancements" Antworten gesucht. Heute erscheint es im Wissenschaftsmagazin Gehirn&Geist.

Das Memorandum können Sie hier als PDF herunterladen. In den Scilogs – den Wissenschaftsblogs im Verlag Spektrum der Wissenschaft – diskutieren zahlreiche Experten das Thema, darunter der Bonner Psychologe Christian Hoppe, der Neurophilosoph Stephan Schleim von der Universität Groningen, sowie Ulrich Eibach, Theologieprofessor in Bonn, der Führungskräfte-Coach Frank H. Berndt und der Chemiker Lars Fischer.

Auf den Internetseiten von Gehirn&Geist finden Sie außerdem weitere Artikel, Umfrageergebnisse und weiter führende Links zum Thema Neuro-Enhancement.