Seit der Einführung der mitteleuropäischen Sommerzeit am 6. April 1980 wurde in diesem Jahr zum 30. Mal die Zeit umgestellt. Damit begann am Sonntag in Deutschland und anderen europäischen Ländern die Winterzeit. Um 3.00 Uhr wurde die Uhr um eine Stunde zurückgestellt.

"Fast 100 Millionen private und öffentliche Funkuhren erhalten um 3.00 Uhr ein entsprechendes Signal", sagte Andreas Bauch von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, die den Sender DCF 77 programmiert, der mit der Atomuhr in Braunschweig gekoppelt ist. Nach der Umstellung ist es morgens früher hell und nachmittags schneller dunkel.

Ursprünglich sollte mit der Zeitumstellung erreicht werden, dass das Tageslicht besser genutzt und Energie eingespart wird. Diese Überlegung war insbesondere eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise in Deutschland 1973. Seit 2001 ist die Zeitumstellung für Europa verbindlich festgelegt. In allen EU-Mitgliedstaaten beginnt die Sommerzeit jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Die nächste Sommerzeit beginnt am 28. März 2010.

"Der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit stört besonders den Biorhythmus der Menschen, die ohnehin schlecht schlafen können", teilte die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland hat nach einer Forsa-Umfrage Probleme mit dem Schlaf. Die TK rät, auf die innere Uhr zu hören und nicht krampfhaft im Bett zu bleiben.