Schon die Nasa-Satelliten Cobe und Wmap haben die Mikrowellenstrahlung – das "Echo des Urknalls" – vermessen. Darauf basiert unser heutiges Weltbild eines flachen Universums. Wäre das Universum zweidimensional, wäre es flach wie eine Ebene. In drei Dimensionen heißt flach, dass zwei parallele Lichtstrahlen bis ins Unendliche parallel bleiben. Der Planck -Satellit soll die Mikrowellenstrahlung jetzt noch genauer vermessen und auch ihre Polarisation detektieren. Daran lassen sich Theorien über die Entwicklung des Universums kurz nach dem Urknall überprüfen.

Noch ist unklar welchen Erkenntnisfortschritt die Messungen wirklich bringen. "Wir haben noch lange keine Antwort auf alle Fragen, sondern eröffnen den Wissenschaftlern neue Möglichkeiten, die Entstehung des Universums und seine heutige Funktionsweise besser zu verstehen ... . Nun kann die wissenschaftliche Ernte beginnen", sagt Southwood.

Der Satellit wird das Universum weiterhin kartieren. Am Ende seiner Mission im Jahr 2012 – im Januar will man den Satelliten ausschalten – wird Planck den Himmel viermal abgetastet haben. Der erste komplette Datensatz der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung soll dann zur Verfügung stehen. "Es gibt Fragen, die erst beantwortet werden können, wenn der vollständige Datensatz vorliegt", sagt Bartelmann. Auch seien Schlussfolgerungen, die jetzt gezogen würden, noch nicht vollkommen zuverlässig – die Datenmenge ist noch zu klein.