Im Norden der Halbinsel Karikari sind 58 Grindwale gestrandet. Für 43 von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Tierschützer bemühten sich, das Leben von 15 weiteren Tieren zu retten, wie die Naturschutzbehörde mitteilte. Sprecherin Carolyn Smith sagte, die Wale seien vermutlich in der Nacht gestrandet. Daher sei für viele der Tiere die Rettungsaktion zu spät gekommen.

Ein erster Versuch, die überlebenden Wale wieder ins Meer zu bekommen, scheiterte. Bei Tagesanbruch wollen die Naturschützer nun versuchen, die bis zu 1,5 Tonnen schweren Tiere zu einer benachbarten Bucht abzutransportieren und dort ins Wasser zu setzen. Die Arbeit wird durch heftigen Regen und Stürme erschwert. Zugleich verhindert das schlechte Wetter, dass die Wale am Strand austrocknen.

Bereits im vergangenen Jahr waren mehr als 300 Wale an den Küsten Australiens und Neuseelands verendet. Warum seit Jahrhunderten immer wieder Wale an Land auflaufen, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Gesichert ist lediglich, dass ihr Echo-Ortungssystem in trübem und flachem Wasser nicht gut funktioniert. Forscher haben zudem herausgefunden, dass in Jahren mit starken Süd- und Westwinden mehr Wale stranden – vielleicht weil dann auch die Krebse und Fische, die sie jagen, eher in Küstennähe zu finden sind. Auch das Sozialverhalten spielt bei den Massenstrandungen eine Rolle: Verirrt sich ein Tier aus der Gruppe, folgen ihm die anderen und schwimmen ebenfalls in die Falle.