Der Mathematiker Benoit Mandelbrot ist tot. Das berichtet die New York Times und beruft sich dabei auf seine Witwe Aliette im amerikanischen Cambridge. Mandelbrot erlag einem Krebsleiden.

Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler gilt als Begründer der "fraktalen Geometrie". Für das Verständnis seines Formelwerks ist ein hohes Maß an Mathematikwissen nötig. Dass der Wissenschaftler und seine Arbeit dennoch auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurden, liegt an der berühmten "Mandelbrot- Menge". Diese grafischen Darstellungen seiner Formeln ziehen ihre Betrachter unweigerlich in den Bann. Sie zeigen vielfältig gebrochene, stark zergliederte, fantastische Formen: Fraktale.

Beispiele fraktaler Strukturen sind in der Natur vielfältig. Dazu zählen Küstenlinien, Bäume, Farne, Wolken oder Blutbahnen. Sie sind oft nach einem selbstähnlichen Muster aufgebaut. Von einem Blumenkohl etwa lassen sich kleine Röschen abbrechen, die dem ganzen Kohl ähneln. Das kleine Bruchstück wiederum zerfällt in weitere, wiederum "selbstähnliche" Stücke. Mandelbrots Formeln "zähmten" dieses Prinzip und machten es damit für andere Disziplinen der Wissenschaft zugänglich.

Lesen Sie hier einen Nachruf von Christoph Drösser