Endeavour wird 2011 wohl zum letzten Mal eine Raumfähre dieser Bauart ins All starten.

Die Spaceshuttles, die bisher regelmäßig Astronauten aus aller Welt zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen und die Station mit Nachschub versorgen, stehen bereits auf dem Abstellgleis. In diesem Jahr endet das Spaceshuttle-Programm der US-Weltraumbehörde Nasa – mit der

Bisher plante die Nasa ein Nachfolgeprogramm für 2016 – doch auch das ist nun gescheitert. Es fehlt das Geld zur Entwicklung einer neuen Generation von Raumfähren. Schon lange wird diskutiert, wie es mit dem Transport ins All weitergeht. In nächster Zeit können Astronauten nur noch mit russischen Sojus-Raumfähren zur ISS gebracht werden. In den USA hofft die Regierung, dass private Firmen die Lücke mit neuen Shuttles schließen können.

Der für 2016 anvisierte Erstflug einer neu zu entwickelnden Trägerrakete erscheine angesichts der Budgetzwänge "nicht machbar", hieß es in einem Nasa-Bericht an den US-Kongress. Die Umsetzung der bislang vorliegenden Entwürfe für neue Modelle sei "angesichts unserer derzeitigen Haushaltslage nicht bezahlbar".

Mitglieder des zuständigen Senatsausschusses für Wissenschaft kritisierten die Haltung der Nasa scharf. Bei der Entwicklung einer neuen Trägerrakete und einer Raumfahrtkapsel handle es sich nicht um eine Option, sondern um eine "gesetzliche Verpflichtung", heißt es in einem gemeinsamen Brief von vier demokratischen und republikanischen Senatoren an die Behörde. "Die Nasa muss ihr jahrzehntealtes Know-how und die milliardenschweren früheren Investitionen nutzen, um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln." Zusätzliche Finanzzusagen machten die Senatoren der Behörde nicht.

Nach zahlreichen technischen Pannen müssen nun auch die Starttermine für die letzten geplanten Shuttle-Flüge verschoben werden. Danach ist der Abschiedsflug der Discovery zur ISS nun für den 24. Februar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida geplant. Der darauf folgende Flug der Endeavour verschiebt sich voraussichtlich auf den 19. April. Damit wird die Ära der weißen Weltraumflotte vermutlich endgültig zu Ende gehen. Allerdings hat die Nasa die Hoffnung auf zusätzliches Geld vom Kongress für einen weiteren Start der Atlantis im Sommer noch nicht aufgegeben.