Zwei junge Wissenschaftlerinnen und vier Wissenschaftler erhalten den "Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2011".

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vergibt den diesjährigen Nachwuchspreis an die Ingenieurswissenschaftlerin Swantje Bargmann (TU Dortmund), den Geschichtswissenschaftler Markus Friedrich (Universität Frankfurt am Main), den Chemiker der Berliner FU Christian Hackenberger, den Informatiker Thorsten Holz (Ruhr-Universität Bochum), den Mathemathiker Moritz Kerz (Universität Duisburg/Essen) und an Henrike Manuwald, Literaturwissenschaftlerin an der Universität Freiburg.

Für die Preisrunde 2011 waren insgesamt 145 Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden – so viele wie noch nie in der 33-jährigen Geschichte des Preises. Verliehen werden die Auszeichnungen am 9. Mai in Berlin.

Die Dortmunder Juniorprofessorin Swantje Bargmann erhält den Preis für ihre Arbeiten zur Modellierung der Kristallplastizität – eine wichtige Forschung, um neuartige Materialien zu entwickeln.

Der Neuzeithistoriker Markus Friedrich hatte mit seiner Dissertation über den "Helmstedter Hofmannstreit" bereits eine grundlegende Arbeit zu Luthertum und Späthumanismus sowie zum Verhältnis von Theologie und Philosophie in der frühen Neuzeit vorgelegt. Wichtig sei auch seine Habilitationsschrift zur Herrschaftsausübung und den administrativen und kommunikativen Praktiken im Jesuitenorden, schreibt die DFG in ihrer Preisbegründung.

Christian Hackenberger gilt als einer der Erfolg versprechendsten deutschen Nachwuchswissenschaftler in der Bioorganischen Chemie. Vor allem mit seinen Arbeiten zur chemischen Methodenentwicklung hat er sich binnen Kurzem international einen Namen gemacht.

Der Informatiker Thorsten Holz hat auf dem Gebiet von IT-Sicherheit und Datenschutz vor allem durch seine Arbeiten über Sicherheitsbedrohungen im Netz und die Entwicklung von Verteidigungsmechanismen international hohes Renommee erlangt.

Auf dem Gebiet der Algebraischen Zahlentheorie und der Algebraischen Geometrie konnte Moritz Kerz schon früh herausragende Ergebnisse erzielen und wichtige Vermutungen beweisen. Der Mathematiker brachte in seiner Promotion Entwicklungslinien zum Abschluss, die auf Mathematiker-Größen des 20. Jahrhunderts zurückgehen.

Mit gerade 30 Jahren gilt Henrike Manuwald bereits als eine international anerkannte und führende Vermittlerin zwischen Kunst- und Literaturgeschichte in der Mediävistik. Mit ihrem umfassenden Ansatz und präzisen Analysen gelingt es der Juniorprofessorin an der Universität Freiburg, ein neues Bild der mittelalterlichen Literatur des 13. Jahrhunderts und der sie tragenden Gesellschaft zu entwerfen.