Der letzte Start der US-Raumfähre Endeavour ist kurzfristig verschoben worden. Grund seien technische Probleme mit Heizeinheiten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Der Start hatte ursprünglich am Abend (MESZ) stattfinden sollen und wurde nun auf Sonntag verschoben.

Mehr als 750.000 Zuschauer waren für den Start erwartet worden. Auch US-Präsident Barack Obama mit seiner Frau Michelle und den beiden Töchtern hatten angekündigt, den Start anschauen zu wollen. Außerdem soll die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords zu den Gästen zählen, deren Mann Mark Kelly Endeavour-Kommandant ist. Giffords war bei einem Attentat im Januar durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. 

An Bord des Shuttles werden am Sonntag insgesamt sechs Astronauten sein, ihr Ziel ist die internationale Raumstation ISS. Dort sollen die Männer viermal aus der Raumfähre aussteigen, um die ISS an einigen Stellen zu reparieren.

Für die Raumfähre ist es der letzte Start: Nach diesem nun verschobenen Flug soll die Raumfähre ausgemustert und in ein Wissenschaftszentrum in Los Angeles gebracht werden. Die "Endeavour" hat dann mehr als 166 Millionen Kilometer im All zurückgelegt und dabei 4500 mal die Erde umrundet.

Der letzte Start der Raumfähre leitet gleichzeitig das Ende der Ära der wiederverwendbaren US-Raumfähren ein. Im Juni soll noch einmal die Atlantis ins All geschickt werden, dann ist die Zeit wiederverwendbarer US-Shuttles nach fast 30 Jahren beendet. Tausende Nasa-Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen erhalten.