Sicher zur Erde zurück: Der Landeanflug der Atlantis. Quelle: Nasa

Die US-Raumfähre Atlantis ist pünktlich um 11.57 Uhr deutscher Zeit mit vier Astronauten an Bord in Canaveral in Florida gelandet. Damit geht das 30-jährige US-Schuttle-Programm zu Ende. In den kommenden Jahren werden die USA keine eigenen Fluggeräte mehr haben, um Menschen ins All zu bringen. US-Astronauten können von nun an nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS mitfliegen. Pro Platz wird das die USA mehr als 50 Millionen Dollar kosten.

Anstelle der Fähren will die US-Raumfahrtbehörde Nasa künftig Raumtaxis einsetzen. Sie sollen von 2012 an Güter ins All transportieren. Erst 2015 soll eine US-Raumkapsel für Menschen einsatzbereit sein, an der die NASA derzeit mit einer privaten Firma arbeitet.

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Seit dem Jungfernflug der Columbia am 12. April 1981 schickte die NASA 135 Shuttle-Missionen ins All. In den 30 Jahren ihres Einsatzes absolvierten die Raumfähren 135 Flüge und machten die Raumfahrt fast zur Routine. Zwei Katastrophen, bei denen 14 Astronauten starben und zwei der fünf US-Fähren zerstört wurden, brachten aber auch schwere Rückschläge.

Nach dem Columbia-Unglück im Jahr 2003 empfahl eine Untersuchungskommission, die Shuttles nach Ende der Bauarbeiten an der von 16 Nationen betriebenen Raumstation außer Dienst zu stellen. Diese Wegmarke wurde in diesem Jahr erreicht.

Die Atlantis war vor 13 Tagen zur Internationalen Raumstation (ISS) ins All gestartet. Die Mission brachte etwa vier Tonnen Proviant, Ausrüstung und Ersatzteile zur ISS. Auf dem Rückflug aus fast 400 Kilometern Höhe brachten die Astronauten um Kommandant Chris Ferguson zwei Tonnen altes Gerät und Abfall aus der ISS zur Erde.