Der Personalausweis

Seit November 2010 gibt es den neuen Personalausweis, dessen RFID-Chip direkt mit einem Computer kommunizieren kann. Der Ausweis hat aber auch noch eine traditionelle, maschinen­lesbare Zone. Zeile 1: "IDD" steht für "Identitäts­karte Deutschland", es folgt die Ausweisnummer (die ­ersten vier Zeichen stehen für die ausstellende Behörde). Zeile 2: Geburts­datum (JJMMTT) plus Prüfziffer, Ablaufdatum plus Prüfziffer, Staats­­angehörigkeit (D), Gesamtprüfziffer. In der dritten Zeile steht der Name des Inhabers.

Die Prüfziffern werden auf folgende Weise berechnet: Die Ziffern des Geburtsdatums beispielsweise werden nacheinander mit 7, 3, 1, 7, 3, 1 multipliziert und aufaddiert. Die letzte Ziffer der Summe ist die Prüfziffer. Die Gesamtprüfziffer entsteht, indem man die einzelnen Prüfziffern nochmal addiert und die letzte Ziffer wählt.

Die Steuernummer

Die alte Steuernummer, die von den Finanz­ämtern immer noch verwendet wird, sieht je nach Bundesland anders aus. Mal sind es zwei Abschnitte, die durch Schrägstriche getrennt sind, mal drei. Es können insgesamt zehn oder elf Ziffern sein. Seit 2007 hat jeder Bürger außerdem die sogenannte Steueridentifikations­nummer, die ihn ein Leben lang begleitet, auch wenn er umzieht. Diese Zahl ist nach folgendem Muster konstruiert: Sie hat ebenfalls elf Ziffern. Unter den ersten zehn kommen alle Ziffern von 0 bis 9 vor – außer einer, dafür ist eine Ziffer doppelt. Am Schluss steht eine Prüfziffer, die aus den ersten zehn errechnet wird. Und zwar auf recht komplizierte Weise – ein einfaches Computerprogramm zur Berechnung gibt es auf der entsprechenden Wikipedia-Seite .

Insgesamt gibt es 163.296.000 gültige Ziffernkombinationen. Da jeder neue Bürger auch eine frische Nummer bekommt, wird der Vorrat irgendwann erschöpft sein – um das Jahr 2080, schätzt Wikipedia.

Das Buch

Jedes Buch, das in Deutschland über den Buchhandel vertrieben wird, hat eine ISBN. Sie ­beginnt immer mit 978 oder 979, das steht für die Branche. Die nächste Ziffer bezeichnet die Sprache, in der das Buch geschrieben ist (3 steht für Deutsch), dann folgt eine drei- bis sieben­stellige Zahl für den Verlag (größere Verlage ­haben kürzere Nummern). Die restlichen Ziffern kann der Verlag vergeben, wie er will. Außer der letzten – einer Prüfziffer. Die erhält man folgendermaßen: Die ersten zwölf Ziffern werden addiert, wobei Ziffern an geraden Positionen dreifach gezählt werden. Die letzte Ziffer dieser Summe wird von 10 subtrahiert, das ist die Prüfziffer – es sei denn, es kommt 10 heraus, dann ist die Prüfziffer 0.

Der Barcode

Auf fast jedem Gebrauchsgegenstand prangt heute der Universale Produkt-Code (UPC), ein zwölfstelliger Strichcode. Das erste gescannte Produkt war 1974 eine Packung Kaugummi. Der Code besteht aus 15 Zeichen: den zwölf Ziffern, einem rechten und linken Rand (Code 101) und einem Mittelbalken (Code 01010). Jede Ziffer hat sieben Bits; eine 1 wird mit einem feinen schwarzen Strich markiert und eine 0 mit einem weißen Strich. Mehrere gleiche Striche addieren sich zu mehr oder weniger breiten Balken (links). Besonders trickreich: Die Ziffern auf der linken Seite sind genau umgekehrt codiert wie die auf der rechten, statt eines weißen Strichs steht dort immer ein schwarzer. So kann man den Code auch kopfüber scannen, der Computer weiß immer, wo der Code beginnt und wo er endet.

Die letzte Ziffer des Barcodes ist wieder eine Prüfziffer. Sie ermittelt man, indem man zunächst die Ziffern an den ungeraden Stellen aufaddiert und die Summe mit 3 multipliziert, dann addiert man alle Ziffern an geraden Stellen dazu. Von der Summe nimmt man die letzte Ziffer und subtrahiert sie von 10, um die Prüfziffer zu erhalten (endet die Summe auf 0, so ist auch die Prüfziffer 0).

Der Autoreifen

In unserem Beispiel steht 185 für die Reifenbreite in Millimetern, die 70 bezeichnet das Verhältnis von Höhe und Breite in Prozent. Je kleiner diese Zahl, desto flacher ist der Reifen. Das R steht für Radialreifen, das sind heute fast alle Reifen. 14 gibt den Felgendurch­messer in Zoll an, 84 den Last-Index – der Reifen muss mindestens den Wert aufweisen, der in den Fahrzeugpapieren steht. Das T steht für die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h. Die sogenannte DOT-Nummer (nicht im Bild) gibt Produktionswoche und -jahr des Reifens an.

Auf dem Reifen sind noch eine Menge weiterer Angaben aufgeprägt. Deren Bedeutung sowie sämtliche Last- und Geschwindigkeits-Indizes hat der ADAC aufgelistet.