Der Büstenhalter

Für viele Männer ist die BH-Größe ihrer Partnerin ein unverständlicher Geheimcode – dabei ist die Sache ganz einfach. Die Zahl bezeichnet den Unterbrustumfang, sie wächst in Schritten von fünf Zentimetern. Der Buchstabe danach steht für die Körbchengröße. Die Regel dafür: Man zieht die Unterbrust­weite von der Oberweite ab. Eine Differenz von 12 bis 14 Zenti­metern bedeutet Körbchengröße A, dann geht es weiter in Schritten von zwei Zenti­metern über B, C, D und so fort. In den USA und Groß­britannien wird der Unterbrustumfang in Zoll gemessen, und auch die Körbchengrößen schreiten in Schritten von einem Zoll (circa 2,5 Zentimeter) voran, dadurch laufen die Größen auseinander – ein amerikanischer D-Cup kann durchaus ein deutscher E-Cup sein. Die Verwirrung wird noch größer, weil es in englischsprachigen Ländern teilweise noch Größen wie DD (statt E) gibt.

Die meisten Frauen wählen ihren BH übrigens zu klein.

Die Kreditkarte

Gibt man im Netz seine Kreditkartennummer falsch ein, dann bekommt man oft schon eine Fehlermeldung, ohne dass die Bank kontaktiert wurde. Es ist nämlich längst nicht jede 16-stellige Ziffern­folge möglich: Die ersten sechs Ziffern bezeichnen das ausstellende Institut (Karten mit einer 5 am Anfang stammen von einer Bank). Die nächsten neun Ziffern stehen für die persönliche Konto­nummer, die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer. Aber auch eine nach den Regeln erfundene Kartennummer funktioniert praktisch nie. Es ist unwahrscheinlich, dass die Nummer tatsächlich existiert, und zusätzlich wird immer die Gültigkeitsdauer der Karte abgefragt.

Die Prüfsumme der Kreditkarte wird nach dem sogenannte Luhn-Check ermittelt, der 1954 von dem IBM-Ingenieur Hans Luhn entwickelt wurde: Man verdoppelt zunächst die Ziffern an ungeraden Stellen (also die 1., 3., 5. und so weiter). Ist diese Zahl zweistellig, bildet man die Quersumme. Diese neue Ziffer ersetzt jeweils die alte an den ungeraden Stellen. Bei der neuen 16-stelligen Nummer addiert man nun alle Ziffern auf. Die Prüfziffer wählt man so, dass die Summe eine durch 10 teilbare Zahl ergibt.

Was ist eine Prüfziffer?

Menschen vertun sich, wenn sie lange Ziffernfolgen per Hand eingeben müssen, und auch Lesegeräte sind nicht fehlerfrei. Damit die Kasse nicht den falschen Betrag berechnet oder das falsche Konto belastet wird, ist in viele Codes eine Prüfziffer eingebaut. Diese Ziffer, meist die letzte, wird aus den anderen berechnet (Beispiel: Bilde die Quersumme und verwende die letzte Stelle der resultierenden Zahl). Wenn eine oder mehrere Ziffern falsch übertragen werden, geht die Rechnung mit der Prüfziffer nicht mehr auf, und der Rechner weiß, dass ein Fehler vorliegt.

Die Infografik zeigt, welche Codes es gibt und was dahinter steckt. Sie kann als PDF heruntergeladen werden.

Weitere Infografiken der Serie "Wissen in Bildern" finden Sie hier.