Wie werden wir in Zukunft leben? In den zehn Teilen unserer Themenwoche Geboren 2012 haben wir versucht, diese Frage zu beantworten. Wie wir geboren werden, wie wir künftig lernen, essen, kommunizieren, arbeiten, wohnen, lieben werden, wie wir behandelt werden, wenn wir krank sind, wie wir regiert werden und wie es sein wird, wenn wir in Zukunft Kinder bekommen.

Unsere Leser haben daraufhin eigene Zukunftsszenarien formuliert. Einige davon lesen Sie hier, gekürzt, aber unbearbeitet. Manche sind sorgenvoll, andere mutig, nachdenklich oder sogar optimistisch.

Was wird aus der Welt? Welchen Einfluss können wir darauf nehmen? Wenn Sie ihr eigenes Szenario verfassen möchten, können Sie das unten als Kommentar tun oder als Leserartikel einreichen.

Technologien: 3D-Drucker und DNA-Ausweise

dietah : "Ich hätte gerne, dass die 3D Drucker Technologie, dass unsägliche Monopol der Kapitalisten auf die Leichtindustrie aufhebt, so dass nun ein jeder ein Industrieller sein kann und darf. Eine lebendige globale Community die die Software Matrizen für zu produzierende Güter frei und offen, unbehelligt von Lizenzgebühren und anderen Bremsern, tauschen und entwickeln kann. Eventuell löst das endlich dies endlich unselige 1-3 Welt Gefüge auf, dass die Kapitalisten seit der ersten Dampfmaschine nicht beseitigen konnten. (...) Zunehmender Einsatz der Robotik & semiintelligenter Informatik senkt die wöchentliche Arbeitszeit auf 20h. Für die noch benötigten Spezialisten. Die intelligente Infrastruktur löst das Problem überalteter Gesellschaften, da es einem Jedem ein Altern in Würde ermöglicht. Heißt die Zuteilung von Ressourcen, medizinischer Versorgung, Dienstleistung und elektronischen Helfern."

  pat : "(...) Vor 40 Jahren, war es unvorstellbar für den normalen Menschen, dass ein Netzwerk von Computern uns bis in den Kühlschrank verfolgen wird. Computer werden nicht mehr in der Ecke stehen und laut vor sich hin surren. Es werden viele kleine Computer die Arbeit machen, die heutzutage noch ein einzges Gerät im Wohnzimmer macht. Die Tendenz ist jetzt schon da. Zeitungen werden als Folien gekauft, diese Folien werden sich, je nach Abo, die neusten Nachrichten aus der "Cloud" ziehen. Wir werden eine glasklar durchleuchtete Gesellschaft sein, die von der Industrie begleitet und geleitet wird. Personalisierte Werbung mit Hilfe von neuen Ausweisen, RFID wird dann Geschichte sein, werden die Menschen in jedem Schaufenster sehen. Wenn Alex mit 40 seinen Job verliert, wird er seinen DNA-Ausweis einfach dem Jobvermittler übergeben, der dann die nächsten Schritte einleuten wird. Wir werden über Maschienen mit den eigenen Freunden kommunizieren und wir werden mit Maschienen reden müssen, wie mit eigenen Freunden. Es werden kleine Fliegende Robotter durch die Städte fliegen, die von der Polizei für Recht und Ordnung sorgen. Zu unser eigenen Sicherheit."

Stadtentwicklung: Hält die Landflucht an?

Bucklige Welt : "Wenn es auf dem Land, also im Grünen, im Schoß der Natur, Häuser und Grund zu Spottpreisen gäbe, etablierten sich dort mit Sicherheit Kommunen, denn wenn Selbstversorgung durch Gemüseanbau und das Heizen durch Holz aus dem eigenen Wald gesichert sind, ist das nicht nur für "Öko-Spinner" attraktiv - ohnehin ein Begriff, der eher aus den 1980er Jahren stammt und 2047 in dieser Form kaum noch Bedeutung haben dürfte. (...)"

PeterTuch : "Es spricht viel dafür, dass die Landflucht anhält und die großen Städte weiter wachsen werden. Dabei mögen die Kosten des Autoverkehrs eine Rolle spielen. Wenn aber alles in die Städte zieht, wird es dort sehr eng, sehr teuer und es gibt keinen Platz für Kinder. Es dürfte dann in Hamburg eher wie in Tokyo oder Hong Kong aussehen; vor allem gibt es auch keinen Platz, um alle die vielen Menschen Selbstversorgung nach Art des Kleingärtners betreiben zu lassen. Man könnte höchstens ein Huhn auf dem Balkon halten oder zwei Tomatenpflanzen auf dem Fensterbrett ziehen. Keine große Stadt kann ohne funktionierende Infrastruktur (Straßen, Transport, Wasser, Strom, Müllentsorgung, Abwässer) existieren, es sei denn, sie verslumt. Es dürfte daher in diesem Szenario keine kreativen und fröhlichen Menschen geben, die halb auf der Straße leben,sondern allenfalls Müllsammler, die aufpassen müssen, dass ihr Nachbar ihnen nicht ihren Sammelertrag streitig macht. (...)"

TDU : "(...) Für mich wäre Handwerk in den Hinterhöfen mit leisen, umweltfreundlichen Maschinen, Flugzeugen, Autos ebenso die Möglichkeit. Arbeit und urbanes Leben zusammen, eben nur alles leiser und mit weniger Dreck. Ausbreitung und Moblität mit Verweilen an schönen Plätzen in den "Pausen". Alles zusammen zugunsten des Lebens einschliesslich Kindern, Hunden und Katzen."

politz : "Die Großstadt ist für den Menschen eine mittlere Katastrophe. Tausende von Menschen gehen aneinander vorbei, ohne sich mit dem Gegenüber beschäftigen oder zumindest Guten Tag sagen zu können. Letzteres ist zwar ein kaum ständig zu erreichendes Idealbild, sollte es aber dennoch sein. Wieso soll der Stadt die Zukunft gehören und dem Land nicht? Wieso sollen nicht auch für das Leben auf dem Land Wege gefunden werden können, die wenig Energie verbrauchen und die Umwelt belasten? (...)"