Vier Forschungsprojekte aus Bayern , Niedersachsen und Berlin sind in der engeren Auswahl um den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis . Das teilte das Bundespräsidialamt mit.

Nominiert wurden Wissenschaftler der Universität Oldenburg , die gemeinsam mit dem Elektrokonzern Siemens binaurale Hörgeräte für räumliches Hören entwickelt hatten. Mit den Geräten sollen Menschen künftig auch unter schwierigen Bedingungen etwa bei lauten Hintergrundgeräuschen – besser hören können.

Für die Entwicklung zweier Radarsatelliten, die einen 3D-Blick auf die Erde ermöglichen, wurden Forscher des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums Oberpfaffenhofen in die engere Wahl aufgenommen. Die Jury nominierte ferner Entwickler des Neubiberger Technologiekonzerns Infineon für eine neue digitale Sicherheitstechnologie. Sie könnte dabei helfen, Missbrauch und Manipulation von sensiblen Daten zum Beispiel auf Chipkarten zu verhindern, hieß es.

Die vierte Nominierung ging an Wissenschaftler des Fraunhofer- und des Heinrich-Hertz-Instituts sowie der Technischen Universität Berlin . Sie hatten ein Verfahren entwickelt, das Videodaten ohne sichtbaren Qualitätsverlust komprimiert. Die Technologie wird nach Angaben der Jury inzwischen weltweit genutzt.

Der Deutsche Zukunftspreis wird vom Bundespräsidialamt ausgelobt. Die Auszeichnung übergibt Bundespräsident Joachim Gauck Ende November.