Auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral hat die Firma SpaceX die Triebwerke einer Falcon 9 gezündet, um einen Satelliten ins All zu befördern. Es ist das erste Mal, dass ein Privatunternehmen ein solches Kommunikationsgerät aussetzt. Bisher war das den staatlichen Raumfahrtbehörden etwa der USA, Russlands oder Chinas vorbehalten. 

Den Transport besorgte eine Rakete Falcon 9. Den Typ hatte der US-Anbieter Space Exploration Technologies (SpaceX) selbst entwickelt.

Geladen hatte die Rakete einen Kommunikationssatelliten der luxemburgischen Firma SES. Um Mitternacht MEZ meldete SpaceX, das 2,9 Tonnen schwere Gerät sei planmäßig ausgesetzt und befinde sich auf seiner geostationären Position.

In der vergangenen Woche hatte die Firma den Start aus technischen Gründen zweimal abgesagt. 

Der Satellit ist 100 Millionen Dollar (knapp 74 Millionen Euro) wert. SpaceX plant fast 50 weitere Starts mit einem Wert von insgesamt etwa vier Milliarden Dollar. 

SpaceX hatte im vergangenen Mai als erste Privatfirma seine Raumkapsel Dragon als erstes privates Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.

SpaceX ist neben Orbital Sciences eine von zwei privaten US-Firmen, die im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa Nachschub zur ISS bringen. Die Nasa hatte 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt. Seitdem hat sie keine eigene Weltraumflotte mehr.

Firmengründer von SpaceX ist der Internetunternehmer Elon Musk. Er versucht, mit der verbesserten Falcon 9 nun auch im lukrativen Satellitengeschäft erfolgreich zu sein. Die Luxemburger SES hatte ihre Produkte bislang von europäischen Ariane- oder russischen Proton-Raketen befördern lassen.