Drei Jahre hat es gedauert, bis der Tod des Berliner Eisbären Knut abschließend geklärt werden konnte. Wie das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) mitteilte, litt Knut an einer Enzephalitis. Diese wurde höchstwahrscheinlich durch Viren ausgelöst und bereitete dem Tier Krämpfe. Knut ertrank im Wassergraben seines Geheges.

Die Dauer der Untersuchung wird mit dem Aufwand begründet, der zur Aufklärung von Knuts Tod betrieben wurde. Nach dem Ableben des Eisbären wurde laut dem IZW "die umfangreichste je in der Veterinärmedizin für ein einzelnes Tier vorgenommene Untersuchung begonnen". Mehrere Forschergruppen untersuchten die Todesursache und gingen unterschiedlichen Spuren nach.

Dieser Aufwand bringt nun nicht nur Gewissheit zur Todesursache, sondern stellt auch einen Beitrag zur Forschung dar: "Die schiere Anzahl der Experimente und deren Auswertungen durch viele der führenden Diagnostik-Gruppen in Deutschland und weltweit haben extrem viel Zeit gekostet, sie haben uns aber auch Erkenntnisse darüber geliefert, was wir mit den neuesten Technologien leisten können und was nicht", wird der Leiter der IZW-Abteilung für Wildtierkrankheiten, Alex Greenword, zitiert.

Der im Dezember 2006 in Berlin geborene Eisbär war als Tierbaby zum Medienliebling geworden. Nachdem seine Mutter ihn verstoßen hatte, zog ein Tierpfleger Knut mit der Flasche auf. Mehr als elf Millionen Besucher sahen den Eisbären zu Lebzeiten.