Raumfahrt - Nasa will Raumstation ISS länger betreiben Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Nutzungsdauer der Internationalen Raumstation ISS um 4 Jahre verlängert. Somit dauert der Betrieb der Station bis 2024 an.

Die Internationale Raumstation (ISS) soll noch vier Jahre länger mit Forschern an Bord im Weltall kreisen als bisher geplant. Der für die bemannte Raumfahrt der US-Raumfahrtbehörde Nasa zuständige Manager William Gerstenmeier teilte mit, die Nutzung um vier Jahre bis 2024 verlängern zu wollen. Bisher war geplant, dass alle Astronauten an Bord der ISS spätestens im Jahr 2020 zur Erde zurückkehren.

Die Entscheidung sei mit den internationalen Partnern abgesprochen worden, betonte Gerstenmaier. Technisch gesehen sei die ISS sogar bis 2028 einsatzfähig. Die Kosten für den Betrieb der ISS belaufen sich nach Angaben der Nasa auf umgerechnet etwa 2,2 Milliarden Euro pro Jahr. Nasa-Sprecher David Weaver verwies auf den großen wissenschaftlichen Nutzen der ISS, der nun weiter ausgeschöpft werden könne.

Außer den USA sind elf europäische Länder, Russland, Kanada, Japan und Brasilien an der Station beteiligt, die etwa 350 Kilometer oberhalb der Erde kreist. Der Bau der ISS hatte im Jahr 1998 begonnen, seit Ende 2000 forschen Astronauten auf dem Außenposten der Menschheit im Weltall. Die Station wird von einer wechselnden internationalen Besatzung betreut, die sich jeweils aus sechs Raumfahrern zusammensetzt.

Auch Deutschland ist an dem Technologieprojekt beteiligt. Im Mai soll der deutsche Astronaut Alexander Gerst an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Baikonur zur Internationalen Raumstation aufbrechen.