Warum bekommt man kein Signal von der Blackbox?

Die Blackbox ist ein Flugschreiber. Er zeichnet die letzten zwei Stunden an Gesprächen im Cockpit auf und alle relevanten technischen Daten während des Flugs. Was eine Blackbox jedoch nicht kann, ist, die Daten permanent über Funk zu übermitteln. Sie muss erst geborgen werden, um einen möglichen Unfall zu rekonstruieren. Das könnte jedoch im Fall der Boeing 777 schwer werden. Die Blackbox kann nur 30 Tage lang ein Signal senden, das Sonargeräten erlaubt, sie im Meer zu finden. Danach ist die Batterie leer. Das Suchgebiet ist sehr groß. Zudem ist die Straße von Malakka ein dicht befahrenes Seegebiet.

Was könnte mit dem Flugzeug passiert sein?

Das ist die Frage mit den größten Unsicherheiten. Einzelne Experten schließen nicht aus, dass die Passagiere sogar noch leben könnten. "Das Flugzeug könnte irgendwo gelandet sein", sagte der Luftfahrtexperte Hans Weber der Washington Post. Gleichwohl erscheinen derzeit zwei Theorien am wahrscheinlichsten: 

  • Es hat einen Anschlag gegeben. Das vermuteten offizielle Behörden, nachdem bekannt wurde, dass zwei iranische Bürger mit gefälschten Pässen an Bord waren. CIA-Chef John Brennan sprach im Rahmen eines außenpolitischen Treffens am 11. März davon, dass er einen terroristischen Hintergrund nicht ausschließen könne. Allerdings hat sich bis heute niemand zu einem möglichen Anschlag bekannt.

Können alle Systeme in einem Flugzeug plötzlich ausfallen?

In einem Flugzeug sind alle Steuerungs- und Funksysteme mehrfach abgesichert. Bei technischen Problemen können Piloten zumindest für eine gewisse Zeitspanne auf Notsysteme zurückgreifen, um sicher zu landen. Gleichwohl kann beispielsweise eine explodierende Turbine so massive Schäden hervorrufen, dass alle Systeme gleichzeitig ausfallen. Die Crew kann in so einer Situation weder ein Rettungsmanöver einleiten, noch einen Notruf absetzen.

Wie lang hat es in ähnlichen Fällen gedauert, bis ein Flugzeug gefunden wurde?

2009 verunglückte der Air-France-Flug 447 vor der Küste Brasiliens. Nach fünf Tagen fanden die Behörden Wrackteile der Maschine und konnten erste Leichen bergen. Das war jedoch nur möglich, weil das Acars-Funkystem der Maschine vor dem Crash einen technischen Defekt an die Air-France-Zentrale inklusive genauer Koordinaten meldete. Der Malaysia-Airlines-Flug setzte eine solche Fehlermeldung nicht ab, trotz des Funksystems.