Wünsch' dir was! In der Nacht zum Montag stehen die Chancen nicht schlecht, eine Sternschnuppe zu sehen. Denn wie jedes Jahr im August streift die Erde die Staubspur eines Kometen, dessen Partikel verglühen, wenn sie in die Atmosphäre eintauchen. Perseiden heißt dieser Meteorstrom – nach dem Sternbild Perseus, aus dessen Richtung das jährliche Sternschnuppenfeuer zu kommen scheint.

Ganz optimal sind die Bedingungen zum Zählen von Sternschnuppen in diesem Jahr allerdings nicht: Abgesehen von Wolken, die in einigen Teilen Deutschlands im Wege sind, wird der Vollmond um ein Drittel heller leuchten als sonst und dabei auch noch 14 Prozent größer erscheinen als normalerweise. Er steht derzeit besonders nah an der Erde. Die ganze Nacht wird es deshalb nicht richtig dunkel. "Supermond" nennen Astronomen dieses Phänomen.

Wegen des Mondlichts werden nur die größten Sternschnuppen zu sehen sein. Der Perseiden-Regen wird am Dienstag sein Maximum erreichen. Es ist der aktivste Meteorstrom des gesamten Jahres.   

Seinen Ursprung haben die Meteore nur scheinbar auf Höhe des fernen Sternbilds Perseus. In Wahrheit entstehen sie in der unmittelbaren Umgebung der Erde: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Partikelwolke, die der Komet Swift-Tuttle zurückgelassen hat.

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 130 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinung, die wir Sternschnuppe nennen.

Im Volksmund heißen die August-Meteore Laurentius-Tränen: Der Heilige Laurentius starb am 10. August 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian den Märtyrertod. Seither soll es an diesem Tag stets feurige Tränen vom Himmel geregnet haben.