Pauschale Annahmen sind oft kritisch, besonders in der Wissenschaft. Kaum ein Forscher wagt es, ein Gesetz für allgemeingültig zu erklären, Ausnahmen gibt es fast immer. Dennoch haben einige Theorien den Ruf erlangt, immer, überall und unveränderlich zu gelten. Die Rede ist von Naturgesetzen.

Sie erklären etwa, was unseren Körper zusammenhält und warum er nicht in unzählige Teilchen zerfällt oder wie sich Energie von einem Objekt auf ein anderes übertragen kann. Was die Naturgesetze so unveränderlich macht, sind ihre Naturkonstanten. Dazu gehören zum Beispiel die Lichtgeschwindigkeit oder die elektrische Ladung in ihrer kleinsten Form, der Elementarladung. Sie behalten stets den gleichen Wert und gelten nicht nur bei uns auf der Erde, sondern im ganzen Weltraum. Das nahmen Forscher zumindest lange Zeit an.

Eine dieser Konstanten rüttelt jedoch an den Gesetzen. Ihr Name ist Alpha und sie beschreibt die Ausbreitung elektromagnetischer Strahlung, zu der auch sichtbares Licht gehört. Physiker überprüften den Parameter von Milliarden Jahre alten und weit von der Erde entfernten Objekten im Weltall und stellten fest, dass Alpha in dieser uralten Strahlung etwas kleiner ist, als heute bei uns auf der Erde.

Was bedeutet das für unsere Naturgesetze? Müssen zahlreiche Theorien neu gedacht werden, weil Naturkonstanten variieren können? Wie oft verändern sie sich und wie stark? Diese Fragen beantwortet Astrophysiker Harald Lesch im Video.

ZEIT ONLINE zeigt in Kooperation mit ARD-alpha Folgen von Leschs Sendung alpha-Centauri, die den Phänomenen des Weltalls auf den Grund gehen.