Russland beendet 2024 seine Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS und baut eine eigene Raumstation. Das beschloss ein Beirat der Raumfahrtbehörde Roskosmos. Zunächst sollen die russischen Segmente der ISS ausgebaut und 2024 dann abgekoppelt und zu einer eigenständigen Station zusammengebaut werden, teilte Roskosmos mit.

Die Behörde änderte damit auch einen früheren Beschluss, bereits 2020 bei der ISS auszusteigen. Die europäische Raumfahrtagentur Esa begrüßte diese Verlängerung von vier Jahren. Der Schritt verleihe dem Projekt Planungssicherheit, sagte ein Mitarbeiter. Die ISS wird seit 1998 von Russland, den USA, Europa und weiteren Partnern betrieben.

In der Mitteilung gibt Roskosmos außerdem erneut eine bemannte Mondmission bis 2030 als Ziel aus.