Eine unbemannte russische Raumfähre hat die internationale Raumstation ISS mit lange erwartetem Nachschub beliefert. Nach Angaben des Kontrollzentrums dockte der Progress-Transporter nach zwei Tagen Flug am Sonntagmorgen erfolgreich an. Eine Sojus-Trägerrakete hatte den Raumfrachter am Freitagmorgen vom Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan aus in die gewünschte Umlaufbahn gebracht. Progress hat unter anderem Treibstoff, Sauerstoff, Wasser und Nahrung an Bord.

Die Mission war mit Spannung verfolgt worden, nachdem seit April zwei aufeinanderfolgende Versuche gescheitert waren, der russisch-amerikanischen Besatzung der ISS wichtige Güter zu liefern. Ein erster Progress-Frachter gelangte zwar ins All, wurde allerdings in der falschen Umlaufbahn abgesetzt. Dort trudelte das Fahrzeug führungslos, die Verbindung zur Bodenkontrolle brach ab. Nach einigen Tagen stürzte es im Mai auf die Erde zurück und verglühte.

Vor einer Woche scheiterten dann die USA mit einer weiteren Nachschubmission: Eine Trägerrakete der Raumfahrtfirma SpaceX brach kurz nach dem Start auseinander, der Transporter wurde zerstört. Bereits im Oktober war eine US-Rakete beim Start mit einem Transporter außer Kontrolle geraten und musste gesprengt werden.

Trotz der Pannen wurde die Nahrung auf der ISS nicht knapp. Nach Angaben der Nasa hätte sich die sechsköpfige Besatzung noch bis Oktober aus den Beständen der Station versorgen können.