Wissenschaftler haben ein Protein entdeckt, das Speiseeis langsamer schmelzen lässt. Das Protein stabilisiere Öl und Wasser für längere Zeit, sagte Cait MacPhee, Professorin an der Universität Edinburgh. So könne das Eis höhere Temperaturen erreichen, bevor es zerfließt.

Dies könne dazu führen, dass dem Eis künftig weniger Zucker beigegeben werde, sagte MacPhee. "Wir können süße Sachen nicht schmecken, wenn sie sehr kalt sind." Auch könnte Eis künftig weniger Fettmoleküle enthalten. Denn diese würden bisher zur Stabilisierung genutzt, was künftig das Protein leisten könnte. 

Das Protein kommt natürlicherweise in dem japanischen Gericht Nattō vor. Die vergorenen Sojabohnen werden zum Frühstück gegessen. Darin ist das Protein enthalten, das Biofilm surface level A (BslA) genannt wird. Dieses verbindet Öl, Wasser und Luft und sorgt für eine weiche Konsistenz.

In drei bis fünf Jahren könnte das Protein genutzt werden, um industriell Eis herzustellen, sagte MacPhee.