Der als letzter Mann auf dem Mond berühmt gewordene US-Astronaut Eugene Cernan ist tot. Der 82-Jährige im Kreise seiner Familie im texanischen Houston gestorben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Seine Leidenschaft für die Erkundung des Mondes habe bis zuletzt angehalten, sagten seine Angehörigen. Er habe Politiker und junge Menschen auch im hohen Alter immer wieder aufgefordert, die Forschung voranzutreiben – damit er nicht der letzte Mann auf dem Mond bleiben würde.

Vor fünf Wochen hatte die Nasa bereits den früheren US-Astronauten John Glenn verloren, der 1962 als erster US-Amerikaner die Erde umrundete.

Cernan flog dreimal ins All: Zuerst 1966 mit Gemini 9, dann 1969 mit Apollo 10, wo er als Vorbereitung auf die erste Mondlandung im gleichen Jahr die Landefähre testete. Im Dezember 1972 betrat Cernan dann als Kommandant von Apollo 17 mit seinem Mannschaftskameraden Harrison Schmitt für drei Tage den Mond.

Cernan schrieb die Initialen seiner damals neunjährigen Tochter Teresa Dawn in den Staub. Bevor er als bislang letzter Mensch wieder in die Mondlandefähre stieg, sagte er: "Wir gehen, wie wir gekommen sind und so Gott will, werden wir zurückkehren mit Frieden und Hoffnung für die ganze Menschheit." Apollo 17 was der bislang letzte bemannte Mondflug.

"Ich wollte noch eine Weile bleiben"

Es sei ihm schwer gefallen, damals den Mond zu verlassen, sagte Cernan später. "Ich wollte noch eine Weile bleiben." Es sei vielleicht der schönste Moment seines Lebens gewesen.

Vor dem US-Kongress beklagte er im Jahr 2011, dass er und sein Kollege Neil Armstrong (der 2012 starb), keine neue Generation von Amerikanern sehen würden, die auf dem Mond wanderten. "Und Gott hilf uns, wenn es keine Amerikaner sind", gab er zu Protokoll. "Wenn ich diesen Planeten verlasse, will ich wissen, wohin wir als Nation steuern. Das ist mein großes Ziel."