Die frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt ist neue Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes. Die DRK-Bundesversammlung wählte Hasselfeldt einstimmig zur Nachfolgerin des langjährigen Präsidenten Rudolf Seiters. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze der nach eigenen Angaben größten humanitären Hilfsorganisation Deutschlands.

"Ich freue mich sehr auf meine neue ehrenamtliche Aufgabe", sagte Hasselfeldt. "Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt." Immer mehr Menschen seien auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut. "Und auch wir in Deutschland müssen uns bei der Notfallversorgung der Bevölkerung auf neue Herausforderungen einstellen."

Die 67-jährige Hasselfeldt saß von 1987 bis zur Wahl im September als Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Von 1989 bis 1991 war sie Bundesbauministerin und von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Bundestages, dem sie von 1987 bis zur Wahl im September angehörte. Zuletzt war die Volkswirtin Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Hasselfeldts Vorgänger, der 80-jährige frühere CDU-Innenminister Seiters, hatte nach insgesamt 14 Jahren als DRK-Präsident nicht wieder kandidiert. Die Bundesversammlung ernannte Seiters nun zum Ehrenpräsidenten. Das DRK hat drei Millionen Mitglieder, mehr als 400.000 ehrenamtliche Helfer und 165.000 hauptamtliche Mitarbeiter.